Arbeitnehmer:innen haben die Möglichkeit, sich - unter Fortzahlung des Gehaltes - von der Arbeit freistellen zu lassen, um an Weiterbildungen teilnehmen zu können. Die Regelungen dazu sind im "Gesetz zur Freistellung von Arbeitnehmern zum Zwecke der beruflichen und politischen Weiterbildung - Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG)" für NRW festgelegt.
Die vhs Hamm ist vom Land NRW anerkannt, entsprechende Weiterbildungen durchzuführen.
Wie wird der Antrag auf Bildungsurlaub gestellt?
Beim Arbeitgeber muss ein Antrag auf Freistellung eingereicht werden. Die dafür notwendigen Unterlagen werden bei der Anmeldung zum Seminar von der vhs ausgegeben. Der Antrag muss spätestens 6 Wochen vor Seminarbeginn beim Arbeitgeber vorliegen. Der Arbeitgeber hat 3 Wochen Zeit für die Prüfung. Falls er die Freistellung ablehnt, muss er dies innerhalb dieser Frist mitteilen und eine begründete Ablehnung aussprechen.
Nach Genehmigung des Antrags steht der Teilnahme an der Fortbildung nichts mehr im Wege. Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie von der vhs eine Teilnahmebescheinigung, die an den Arbeitgeber weiterzuleiten ist.
Gesprächsrunde: Die Macht der Worte, Musik und Bilder - mit Jihan Alomar, Sibar und Ibrahim Alpeso
| Kursnr. | 2611109 |
| Beginn | Fr., 20.03.2026, 18:00 - 20:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | vhs im Heinrich-von-Kleist-Forum |
| Gebühr | 0,00 € |
| Gruppengröße | max. 150 Personen |
Kursbeschreibung
Im Rahmen der Hammer Wochen gegen Rassismus laden die Volkshochschule und FUgE Hamm zur Gesprächsrunde „Die Macht der Worte, Musik und Bilder“ ein. Marco Düsterwald (VHS-Direktor) spricht mit der jungen jesidischen Community über ihre Kultur, Religion und die Verfolgung. Dabei stellen sie ihre Schriften, Musik und Bilder ihrer Geschichte und Gegenwart vor. Mit ihrem sozialen Engagement zeigen sie, wie Erinnerung und Aufklärung zusammenwirken, aber auch wie persönliche Stärke im Umgang mit schwierigen Erfahrungen in positives gesellschaftliches Engagement umgewandelt werden kann.Jihan Alomar ist die Autorin des Buchs „Dankbarkeit“, in dem sie über den Völkermord an den Jesiden und ihre Gefangenschaft durch den Islamischen Staat aber auch über ihre Verbundenheit zu ihrer alten Heimat im Nordirak berichtet. Sie erläutert die neue Identität der jesidischen Community, die in Deutschland mit rund 200.000 Menschen die größte Diaspora bildet.
Sibar Alpeso, in Hamm lebende Jesidin ebenfalls aus Schingal/Irak, ist eine treibende Kraft der jesidischen Community in Hamm. Sie schreibt Gedichte und Prosa zu den Erfahrungen von Gewalt und Flucht der Diaspora und vermittelt mit Musik und Gesang dem Publikum die jesidische Tradition. „Schingal wurde für uns der Ort, in dem die Blumen verblühten, die Kindheit vernichtet, Türen verschlossen, Herzen gebrochen und Zöpfe abgeschnitten wurden. Unsere Geschichte nach dem 3. August 2014 ist verbunden mit Verlust, Kummer, Flucht, Suche nach sich selbst, aber nicht mit Resignation“, so Sibar Alpeso.
Ibrahim Alpeso bildet durch seine Gemälde die Besonderheit der Kultur und Religion aber auch die Vielfalt der Diaspora in Deutschland ab. Er spricht in der Gesprächsrunde zudem über Diskriminierung, religiöse Intoleranz und den Hass gegen Jesiden, der zum Genozid in Shingal geführt hat.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Werkstadt für Demokratie und Toleranz, dem FUgE Hamm und der Volkshochschule Hamm statt.
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E-Mail: vhs@stadt.hamm.de
Telefon: 02381 175600
